Regensburg soll schöner werden! Antrag für ein Konzept gegen illegales Graffiti und Sticker
- Oktober 2026
Illegale Graffiti und unerlaubte Aufkleber an Gebäuden, Fassaden, Verkehrsanlagen und Abfallbehältern beeinträchtigen zunehmend das Erscheinungsbild unserer Stadt. Besonders in der historischen Altstadt, deren Stadtbild von besonderem kulturellem und städtebaulichem Wert ist, sind sie eine erhebliche Belastung. Aber auch in Wohngebieten, Parkanlagen und an Spielplätzen sind beschmierte und beklebte Flächen immer häufiger zu sehen.
Die Folgen sind spürbar: Die Kosten für Reinigung und Instandsetzung müssen die öffentliche Hand und private Eigentümerinnen und Eigentümer tragen. Bei empfindlichen historischen Fassaden können sie beträchtlich sein. Öffentliche Mittel, die dafür gebunden werden, fehlen an anderer Stelle.
Die CSU-Stadtratsfraktion hat deshalb beantragt, dass die Verwaltung ein Maßnahmenkonzept zur wirksamen Prävention und Bekämpfung von illegalem Graffiti und Stickern erarbeitet und dem Stadtrat zur Beratung vorlegt. Es soll drei Schwerpunkte umfassen:
Prävention und Schutz von Stadteigentum
Bei neu errichteten oder erneuerten Ampel- und Beleuchtungsmasten, Schilderpfosten und Abfallbehältnissen soll künftig geprüft werden, ob sie mit Schutzlack oder einer Anti-Graffiti-Beschichtung versehen werden. Das erleichtert die spätere Entfernung und senkt den Reinigungsaufwand.
Information, Aufklärung und Kommunikation
Die Stadt soll Eigentümerinnen und Eigentümer über Möglichkeiten des Graffiti-Schutzes, geeignete Versicherungen und die fachgerechte Beseitigung informieren. Außerdem sollen Aufklärungsmaßnahmen entwickelt werden, insbesondere gemeinsam mit Jugendlichen, Vereinen und Fan- bzw. Szenegemeinschaften. Auch gemeinschaftliche Reinigungsaktionen, etwa mit der Fanszene des SSV Jahn, sind sinnvoll.
Förderung der Entfernung von illegalem Graffiti und Stickern
Die Verwaltung soll prüfen, ob ein kommunales Förderprogramm eingerichtet werden kann, das private Eigentümer bei der Entfernung illegaler Graffiti an Gebäuden und Anlagen finanziell unterstützt. Förderansätze anderer Städte, insbesondere Stuttgarts, können dafür eine Grundlage bieten.
„Wir wollen nicht nur hinterherputzen, sondern verhindern, dass solche Schäden überhaupt entstehen“, so Fraktionsvorsitzender Michael Lehner. „Die Stadt sollte dabei mit gutem Beispiel vorangehen und zuerst ihre eigenen Gebäude und Liegenschaften prüfen.“
Ein abgestimmtes Vorgehen aus Prävention, Aufklärung und finanzieller Unterstützung kann dazu beitragen, das historische Stadtbild zu bewahren, die Aufenthaltsqualität zu sichern und die langfristigen Kosten für die Allgemeinheit und die betroffenen Eigentümer zu senken.

