CSU fordert mehr Priorität für Sport und Vereine
Investitionsprogramm wird aus Sicht der CSU dem Stellenwert des Sports in Regensburg nicht gerecht
Im Sportausschuss wird der sportbezogene Teil des Haushalts- und Investitionsprogramms vorberaten. Die CSU-Stadtratsfraktion sieht darin deutlichen Nachbesserungsbedarf und wird dem vorliegenden Investitionsprogramm in diesem Bereich nicht zustimmen.
„Sport ist eine der wichtigsten Stützen unserer Gesellschaft – im Breiten- und Leistungssport. Wer Regensburg als Sportstadt versteht, muss dafür auch die richtigen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehören intakte Sportstätten ebenso wie eine verlässliche Förderung unserer Vereine. Beides kommt in diesem Investitionsprogramm aus unserer Sicht zu kurz“, erklärt Thomas Zeilhofer, Sprecher der CSU-Fraktion im Sportausschuss.
Sporthalle am Oberen Wöhrd: Sanierung bleibt aus
Die Zustände in der städtischen Sportanlage am Oberen Wöhrd (RT-Sporthalle) sind längst bekannt und aktenkundig: Durch das Dach dringt Wasser, in Fensterrahmen befindet sich Asbest und im Boden gibt es Löcher. Trotzdem sind im neuen Investitionsprogramm lediglich 50.000 Euro für Planungskosten vorgesehen.
„50.000 Euro Planungskosten lösen kein einziges Problem in einer Sporthalle. Die Vereine brauchen eine verlässliche Perspektive und vernünftige Rahmenbedingungen. Hier muss die Stadt endlich vom Planen ins Handeln kommen“, so Zeilhofer.
Hallenbad: Wasserflächen statt Lichtshows
Auch beim Hallenbad in der Gabelsbergerstraße besteht Handlungsbedarf. Das Bad ist seit Juni 2025 geschlossen und die CSU-Stadtratsfraktion hat mit einem Änderungsantrag bereits für den HH 2025 gefordert, Mittel für die Sanierung einzustellen. Bislang ohne Erfolg: Auch im neuen Investitionsprogramm sind dafür keine Mittel vorgesehen. Stattdessen soll das leerstehende Bad unter anderem für digitale Lichtshows genutzt werden.
„Regensburg braucht Wasserflächen. Schwimmvereine und Schulen warten nicht auf Licht – Projektionen, sondern auf ein funktionierendes Hallenbad.“, kritisiert Zeilhofer.
Vereine stärker fördern
Nicht nur bei den Sportstätten, auch bei der direkten Förderung der Vereine sieht die CSU-Fraktion Nachholbedarf. Die Sportvereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Kinder und Jugendliche, für Gesundheit, Gemeinschaft und das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt.
Eine der wenigen Ausnahmen ist die Förderung der Eisbären, die auf einen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zurückgeht. „Wir wollen, dass die Stadt ihre Vereine spürbarer und verlässlicher fördert. Die Förderung der Eisbären zeigt, dass gezielte Unterstützung möglich ist. Was heute noch eine Ausnahme ist, muss künftig viel stärker zum Grundsatz werden“, fordert Zeilhofer.
Falsche Prioritäten
Für die CSU zeigt sich die unterschiedliche Gewichtung auch beim Blick auf andere Ausgaben des Haushalts. Während bei Sportstätten, Hallenbad und der direkten Unterstützung der Vereine wichtige Investitionen und Förderungen fehlen, werden die Ausgaben für zusätzliche Stellen bei den Bürgermeistern großzügig getätigt.
„Wenn für zusätzliche Stellen an der Stadtspitze 500.000 Euro bereitgestellt werden können, dann muss die Stadt auch erklären, warum für dringend notwendige Investitionen in Sportstätten und für eine stärkere Vereinsförderung kein entsprechender Spielraum besteht.“, so Fraktionsvorsitzender Michael Lehner abschließend.

