Kaufhof-Leerstand: Chefsache heißt Chefsache – nicht Arbeitspakete verteilen
Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger hat im Wahlkampf angekündigt, den Kaufhof zur Chefsache zu machen. Wie medial berichtet, werden innerhalb der Verwaltung derzeit aber vor allem Arbeitspakete verteilt, statt persönlich Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen.
Laut Aussage von Rechtsanwalt Dr. Koch, dem Beauftragten der Eigentümerfamilie, ist trotz seines Gesprächsangebots bis heute keine Kontaktaufnahme seitens der Stadt zu diesem Thema erfolgt.
Etwas zur Chefsache zu erklären und dann nur verwaltungsintern zu agieren, heißt Stillstand und schadet der Altstadt.
„Chefsache ist Chefsache. Ein Leerstand an dieser Stelle betrifft nicht nur ein einzelnes Gebäude, sondern das Herz unserer Altstadt. Auch wenn wir Verständnis dafür haben, dass am Anfang viel zu tun ist, duldet diese Angelegenheit keinen Aufschub.“, erklärt Michael Lehner, Fraktionsvorsitzender.
Wie ernst es Burger tatsächlich ist, zeigt ein Blick zurück: Bereits am 3. Juni 2026 erklärte er öffentlich in der Mittelbayerischen: „Ich mache das Thema gerade zur Chefsache und werde in Kürze persönlich mit den beiden Eigentümervertretern sprechen.“
Vier Monate später ist von diesem persönlichen Gespräch nichts zu sehen.
Die CSU-Fraktion weist darauf hin, dass der Leerstand die gesamte 1-A-Lage rund um den Neupfarrplatz prägt. Weitere Monate des Stillstands kann und darf sich eine UNESCO-Welterbestadt nicht leisten.
„Wir erwarten vom Oberbürgermeister jetzt ein konkretes und öffentlich nachvollziehbares Zeichen: ein persönliches Gespräch mit dem Eigentümervertreter und einen klaren Zeitplan, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll“, so Lehner weiter.

