Alter Kornmarkt quo vadis? Entwicklung des Samstagsmarktes

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt,

  1. im nächsten Verwaltungs- und Finanzausschuss
  • ausführlich über den aktuellen Sachstand samt Zeitschiene zur Neugestaltung des Alten Kornmarktes zu berichten,
  • zu erläutern, wie sich dies auf Marktbeschicker und –besucher auswirkt und
  1. die Marktbeschicker hierüber umgehend und umfassend zu informieren.

Begründung:

Der Samstagsmarkt am Alten Kornmarkt erfreut sich großer Beliebtheit und wird gut und gerne von Regensburgerinnen und Regensburgern und anderen Kunden besucht. Vor Kurzem konnte man über die Presse erfahren, dass der Umbau des Alten Kornmarkts bereits in diesem Herbst beginnen soll.  Die Marktbeschicker wurden  hierzu nicht persönlich informiert, obwohl die Maßnahmen für diese – sowie auch für die Besucher des Marktes –  nach aktueller Aussicht langfristig einschneidende Einschränkungen bedeuten und auch bereits im Herbst 2024 zum KlaR-Projekttermin geladen wurden.

Schon jetzt ist der Zugang für die  Besucher  des Samstagsmarktes deutlich erschwert. Auf der Seite des Café Rinaldi wurden sämtliche Parkplätze entfernt, und die Fläche bei der Niedermünster-Mädchenrealschule muss von Marktbeschickern als Ersatz genutzt werden, da es keine anderen Abstellmöglichkeiten für die Lieferwägen, die für den Aufbau, die Anlieferung und den Abbau der Ware benötigt werden, gibt. Zusätzlich beeinträchtigen die umliegenden Baustellen den Zugang zum Marktgeschehen erheblich.

Das Parken im Parkhaus Dachauplatz ist zudem nicht mehr – wie damals beim Umzug vom Donaumarkt zum Alten Kornmarkt zugesagt – für eine Stunde kostenfrei für alle Marktbesucher. Besonders ältere Menschen sowie Eltern mit Kleinkindern haben dadurch große Schwierigkeiten, den Markt zu erreichen.

Durch die Vielzahl an diesen Maßnahmen entsteht bei Marktbeschickern wie auch bei Kundinnen und Kunden zunehmend das Gefühl, am Alten Kornmarkt nicht mehr erwünscht zu sein.

Eine Be- und Entladezone, wie sie im Zeitungsartikel der Mittelbayerischen Zeitung vom 29.06.2026 (Seite 19) erwähnt wird, ist für viele Beschicker nicht praktikabel. Im selben Artikel wird außerdem beschrieben, dass im nördlichen Bereich des Platzes Flächen entsiegelt werden sollen. Dies würde bedeuten, dass Marktbeschicker auf andere Bereiche ausweichen müssten, was aufgrund der begrenzten Platzgröße nicht möglich ist. Auch die dort zitierten Aussagen von Bürgermeisterin Sigloch haben insbesondere bei den Marktbeschickern für Verunsicherung gesorgt.

Sowohl die CSU-Stadtratsfraktion als auch die Marktbeschicker wünschen sich daher dringend detailliertere Informationen darüber, wie es mit dem Markt weitergehen soll und ob es mögliche Ausweichflächen gibt oder, ob der  Standort vollständig aufgegeben wird, was für einige existenzgefährdend wäre.

Für diesen Fall wird um Bericht gebeten, welcher neue Standort und aus welchen Gründen dieser angedacht wäre.