Wie Oberbürgermeister Wolbergs in einer Pressekonferenz bekannt gab, sind bereits Details zur geplanten „Challenge 2016“ festgelegt worden. Die CSU lehnt nach wie vor nach reiflicher Abwägung aller Argumente diese Veranstaltung aus guten Gründen ab. In einer sehr ausführlichen Pressemitteilung vom 26. Februar 2015 benannte die CSU-Fraktion eine ganze Reihe von Problemfeldern, die von den IRONMAN-Events in den Jahren 2010 bis 2012 hinreichend bekannt sind und bei einer Neuauflage als Challenge ebenso vorliegen würden.

„Wolbergs ignoriert alle Warnungen und sorgt sogar für weitere Spannungsfelder“, so Stadtrat Jürgen Eberwein, Sportbeauftragter der CSU-Fraktion.

Folgende Probleme werden ignoriert:
- Die CSU hatte darauf hingewiesen, dass ein Triathlon am zweiten oder dritten August-Wochenende erneut mitten in der Haupterntezeit stattfinden würde. Dies hatte schon bei den IRONMAN-Triathlons massiven Gegenwind der Bauern und des Bauernverbandes verursacht und sogar eine Terminverlegung erforderlich gemacht. Nun soll der Challenge-Triathlon 2016 am Sonntag, 14. August, stattfinden. Eberwein weist darauf hin, dass dieser Termin entgegen der Behauptung von Wolbergs sehr wohl mitten in der Haupterntezeit liege. Der Bauernverband habe dies bestätigt.

- Eine weitere Erfahrung der Jahre 2010 bis 2012 war, dass es vor allem bei der letzten IRONMAN-Veranstaltung erhebliche Probleme damit gab, Helfer zu akquirieren. Die CSU hat in ihrer letzten Pressemitteilung vom 26. Februar 2015 bereits darauf hingewiesen, dass die Gewinnung von Helfern mitten in der Haupturlaubszeit im August noch wesentlich schwieriger sein dürfte. Dies trifft sowohl für Helfer aus den Vereinen und der Bevölkerung als auch auf professionelles Personal der Feuerwehren, Hilfsdienste, Rettungsdienste und der Polizei zu. Der Veranstaltungstermin vom Sonntag, 14. August 2016, liegt nicht nur in den Sommerferien, sondern bildet auch mit dem Feiertag am Montag, 15. August (Mariä Himmelfahrt), ein verlängertes Wochenende, das zusätzlich für Kurzurlaube genutzt wird.

- Erschwerend kommt hinzu, dass parallel in Straubing das Gäubodenfest mit der Ostbayernschau stattfindet, und damit das erste Wochenende des Volksfests, das traditionell das am besten besuchte Wochenende ist, mit der Challenge kollidiert. Dieses zweitgrößte Volksfest Bayerns zieht nicht nur Besucher von der Challenge ab, sondern bindet auch eine erhebliche Zahl von Kräften, insbesondere der Polizei. „Es ist zu befürchten, dass das Polizeipräsidium Oberpfalz die erforderlichen 400 Polizistinnen und Polizisten (Erfahrungen vom IRONMAN) nicht zur Verfügung hat, weil Unterstützungseinheiten gebunden sind. Diese Lücken könnten, wenn überhaupt, nur eingeschränkt gefüllt werden. Gegebenenfalls wäre der Triathlon aus Sicherheitsgründen dann gar nicht genehmigungsfähig“, geben Eberwein und Fraktionschef Hermann Vanino zu bedenken. Auch auf diese Problematik hatte die CSU zuletzt explizit hingewiesen.

- Völlig unüberlegt ist auch, dass die Fahrradstrecke in den östlichen Landkreis (Richtung Straubing) führt und die Sperrungen die Anfahrt der Besucher zum Gäubodenfest erheblich behindern würde. Es ist sogar vorgesehen, dass ein kurzes Stück der Fahrradstrecke über die Bundesstraße 8 führt, was eine Vollsperrung der B 8 über einen längeren Zeitraum erforderlich machen würde. Über die B 8 fahren viele Besucher das Gäubodenfest an. Ob die Sperrung unter diesen Voraussetzungen überhaupt genehmigungsfähig ist, bleibt zweifelhaft.

„Wolbergs will offenbar das Challenge-Event entgegen aller Widersprüche als sein persönliches Kind durchziehen und ignoriert dafür die Meinung eines großen Teils der Bevölkerung und alle Gegenargumente“, so Eberwein und Vanino abschließend.