Regensburg boomt, mit allen bekannten Folgen. Dies bedeutet auch, dass Wohneigentum knapp wird. „Es ist in dieser Situation nicht länger hinnehmbar, dass Einheimische auf das Umland ausweichen müssen, um bezahlbaren Wohnraum erwerben zu können. Wer sich in Regensburg engagiert und hier arbeitet und auch gerne hier leben will, muss dazu auch die Möglichkeit bekommen“, fordert CSU-Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann.
 
Mit einem Antrag wollen die Christsozialen nun erreichen, dass künftig langjährig ortsansässige sowie ehrenamtlich aktive Regensburger Bürgerinnen und Bürger einen Vorteil beim Erwerb von Wohneigentum haben. Die EU hat diesbezüglich Rechtssicherheit hergestellt und so den Weg für das Einheimischenmodell freigemacht. Grundlage dafür ist die Ergänzung des § 11 Baugesetzbuch, wonach der Erwerb angemessenen Wohnraums durch einkommensschwächere Personen der örtlichen Bevölkerung Gegenstand eines städtebaulichen Vertrags sein kann.
Diesen Erfolg konnten Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann (CSU) und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbauministerium Florian Pronold (SPD) bei der EU erzielen.
 
Dieses Einheimischenmodell ermöglicht den Kommunen, Bauland an die ortsansässige Bevölkerung verbilligt abzugeben. „Diese Möglichkeit wollen wir nutzen und so jungen Regensburger Familien helfen, dass sie sich ein Dach über dem Kopf leisten können, und zwar im Stadtgebiet“, so CSU-Stadträtin Bernadette Dechant.
 
Darüber hinaus fordert die CSU-Fraktion in ihrem Antrag auch die Berücksichtigung des Ehrenamts als Kriterium. „Wer sich ehrenamtlich für seine Mitbürger einsetzt, wie in der Freiwilligen Feuerwehr, soll auch beim Einheimischenmodell berücksichtigt werden“, verdeutlicht Fraktionschef Zimmermann.
 
In Regensburg sollen, nach dem Willen der CSU, ortsansässige Bürgerinnen und Bürger bei der Vergabe von städtischen Grundstücken wie derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne gegenüber finanzstarken Zuzüglern einen Vorteil erhalten. „Dem Kriterium der Ortsgebundenheit soll bis zu 50% Gewichtung beigemessen werden“, präzisiert Dechant. Werden Grundstücke im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags an einen Bauträger veräußert, soll vertraglich geregelt werden, dass Flächen ganz oder zumindest teilweise an Einheimische vergeben werden müssen.
 
„Wir müssen die Menschen, die schon lange hier leben und sich hier einbringen, unterstützen. Dafür setzt sich die CSU-Fraktion ganz konkret ein, und wir werden nicht locker lassen“, versichern Dechant und Zimmermann.