Mit Verwunderung hat die CSU-Fraktion zur Kenntnis genommen, dass es nun doch einen Kreisverkehr im Neubaugebiet Brandlberg geben soll. „Natürlich verkauft die Stadtverwaltung, vor allem das Planungsreferat, das als ihren Verdienst. Wahr ist jedoch, dass die CSU-Fraktion bereits im Januar 2016 vorausschauende verkehrliche Verbesserungen für den Brandlberg gefordert hat, so auch einen Kreisverkehr“, stellt CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Zimmermann klar. Auf Nachfrage der CSU dazu im Juli 2018 konnte die Stadtverwaltung keinerlei Auskunft geben. 

Jahrelang habe die CSU-Fraktion bereits dieses drängende Anliegen der Brandlberger unterstützt. So heißt es in dem CSU-Antrag von 2016, der auf Anregung des Männer- und Burschenvereins von den CSU-Stadträten Markus Jobst und Erich Tahedl initiiert worden war, dass eine weitere Zufahrt im Norden des Neubaugebiets von der Pilsen-Allee aus sinnvoll sei, um den Haidhofweg und die neu zu errichtende Erschließungsstraße im Baugebiet vom Verkehr zu entlasten. Des Weiteren beantragte die CSU damals die Prüfung des Umbaus der Einmündung des Haidhofwegs zu einem Kreisverkehr, um einen zügigen Abfluss aus den verschiedenen Ortsteilen sicher zu stellen. Ebenso bat sie um Prüfung des Umbaus der Kreuzung Grünthaler Straße/Haidhofweg zu einem Kreisverkehr, um einen Rückstau je nach Tageszeit morgens auf der Grünthaler Straße und dem Haidhofweg in den Ortsteil Brandlberg sowie abends auf den Haidhofweg zurück auf die Pilsen-Allee zu vermeiden.

„Bereits im Vorfeld der umfangreichen Baumaßnahmen zur Errichtung des Neubaugebiets, eines Nahversorgers und der neuen Sportanlage des BSC Regensburg hatte die CSU-Fraktion das deutlich höhere Verkehrsaufkommen im Blick und wollte dem drohenden Verkehrschaos vorausschauend entgegenwirken. Damals sah die Stadt jedoch keine Notwendigkeit dafür, ein Kreisverkehr sei vorgeblich aus Platzgründen nicht möglich“, erinnert Zimmermann an das ablehnende Vorgehen der Stadt. Im Hinblick auf die steigenden Verkehrszahlen am Brandlberg hat die CSU Fraktion auch angeregt, eine eigene Zufahrt zum Brandlberg und nach Grünthal parallel zur Pilsen Alle zu prüfen.

Die damaligen Initiatoren Jobst und Tahedl weisen darauf hin, dass ihre Fraktion bereits Anfang 2016 durch die Verringerung des Verkehrs die Verkehrssicherheit erhöhen wollte. Auch sollten Staus, stop-and-go-Verkehr sowie Lärm- und Abgasbelastung vermieden werden. „Dass dies noch vor zwei Jahren unmöglich war und plötzlich geht, freut uns natürlich sehr für die Anwohner. Dennoch erweckt das Vorgehen der Stadtspitze nun den Anschein, sich mit fremden Federn zu schmücken und einen CSU-Antrag als eigene Idee zu verkaufen“, so Zimmermann abschließend.