CSU-Fraktionschef Hermann Vanino sieht durch die jüngsten Äußerungen des Vorsitzenden des Architekturkreises, Andreas Eckl, die kritische Position der CSU-Fraktion bezüglich der Vergabe der Nibelungenkaserne bestätigt.

Eckl hatte bei einer Veranstaltung zur Stadtentwicklung kritisiert, dass die drei Grundstücke auf dem Areal der Nibelungenkaserne an einen einzigen Investor vergeben worden seien. „Eine stadtplanerische Monokultur ist genau das, was wir nicht wollen“, ergänzt Schlegl.

Mehr Vielfalt bei der Vergabe der Grundstücke sei auch der Entscheidungsvorschlag der CSU-Fraktion gewesen, dem die Koalition nicht gefolgt sei, macht Vanino deutlich.

„Wir halten es nach wie vor für sinnvoll, dass die Vergabe an drei verschiedene Investoren geht, die für das jeweilige Bauquartier das günstigste Angebot abgegeben haben“, so die drei CSU-Politiker stellvertretend für ihre Fraktion.
Nach dem neuesten Kenntnisstand herrsche Unmut bei den anderen Bietern, die von vorneherein bei der Vergabe nicht berücksichtigt worden seien. Ein Unternehmen hatte sich zwischenzeitlich auch schriftlich an Mitglieder des Stadtrats gewandt und diese aufgefordert, die Entscheidung im Interesse des Baus von preiswerten Genossenschaftsmietwohnungen für Regensburg nochmals zu überdenken.

Dieser Unmut würde noch durch die Aussage von Oberbürgermeister Wolbergs in der Mittelbayerischen Zeitung vom 07. November 2014 befeuert, dass 13 Angebote gleich aussortiert wurden, da sie, so wörtlich, „jenseits von Gut und Böse“ gewesen seien. „So verprellt man die Investoren auf lange Sicht und konterkariert den Wettbewerb“, geben Rieger und Schlegl zu bedenken.

„Der OB und die Koalition werden aufgefordert, in einer Sondersitzung des Stadtrats ihre Entscheidung rückgängig zu machen. Denn es geht schließlich um die beste Lösung für die Bürger. Ein preisgünstiges und vielfältiges Angebot ist der richtige Weg“, so Vanino.

Rieger, Vanino und Schlegl fordern daher für die CSU-Stadtratsfraktion, dass die getroffene Entscheidung aufgehoben wird und die Neuvergabe der Grundstücke so erfolgt, dass sowohl die Mieten als auch die Preise für Eigentumswohnungen so gering wie nur möglich ausfallen.