In einem für die Stadt Regensburg bisher beispiellosen Akt hat die bunte Koalition unter Führung von Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer den Geschäftsführer der Stadtbau beurlaubt. "Joachim Becker wird damit zum Bauernopfer des politischen Versagens der Stadtspitze gemacht. Die
Erwartung der Einlösung der eigenen wirren wohnungsbaupolitischen Ziele ohne Einlösung der Wahlversprechen konnte nur scheitern", so Christian
Schlegl, der für die CSU im Aufsichtrat der Stadtbau sitzt. Der Fraktionsvorsitzende der CSU im Stadtrat, Dr. Josef Zimmermann, ergänzt: "Wo bleiben denn die von der SPD im Wahlkampf großspurig angekündigten 10 Millionen Euro für die Stadtbau? Damit hätte Herr Becker die Erwartungen der bunten Koalition aus SPD, FDP, Freien Wählern und Grünen
locker erfüllen können. Diese Personalentscheidung kostet die Stadtbau und damit die Regensburgerinnnen und Regensburger einen erkennbar sechsstelligen Betrag und lässt die Stadtbau führungslos. Pikant dabei, dass für die Nachfolge bereits ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtbau genannt wird."

Die Mehrheit der bunten Koalition im Aufsichtsrat der Stadtbau hatte am vergangenen Samstag der Beurlaubung von Joachim Becker bei vollen Bezügen zugestimmt. Dabei wurden aus Sicht der CSU-Fraktion die Verdienste des Geschäftsführers vorsätzlich negiert. Fraktionsvorsitzender Zimmermann: "Joachim Becker wird zum Bauernopfer für die Fehler der bunten Koalition gemacht. Die Stadtbau hat bis heute die angekündigten 10 Millionen Eigenkaital nicht erhalten. Vielmehr hat es fragwürdige Grundstückszuführungen in wesentlich kleinerem Rahmen aber ohne Wertgutachen gegeben. Dafür mussten sich Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Finanzreferent Daminger bereits kleinlaut vom
Stadtrat Steuernachzahlungen genehmigen lassen. Hingegen ist Herr Becker seinen Pflichten vollumfänglich nachgekommen und hat die Stadtbau
kontiniuierlich nach vorne gebracht."

"Gleichzeitig waren sich die bunten Koalitionäre nicht zu schade, einen ehemaligen Tretzel-Geschäftsführer und SPD-Spender -ohne hinreichende Qualifikation- in die Geschäftsführung der Stadtbau zu berufen. Die CSU hatte damals dringend darum gebeten, davon abzusehen und die Klärung der Spendenvorwürfe gegen den Betroffenen abzuwarten", so Erich Tahedl,
Aufsichtsratsmitglied der Stadtbau. Stattdessen musste die bunte Koalition die Berufung rückgängig machen. In der Folge ist die Stadtbau seit über einem Jahr ohne technischen Geschäftsführer - zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - und zu Lasten Beckers." Somit verbleibt die Stadtbau nach der Freistellung von Joachim Becker komplett führungslos. Die Stadtbau ist damit sicherlich nicht in der Lage ihren Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum zu leisten.