Dr. Hage leistet Offenbarungseid

„Wir schaffen keine Punktlandung“ bei Hortplätzen! Mit großem Entsetzen müssen Eltern von schulpflichtigen Kindern diese Aussage von Dr. Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit aufgenommen haben. Im MZ-Artikel vom 25. Mai 2019 gesteht Dr. Hage ein, dass bis 2025 zusätzlich über 1000 Schüler eingeschult werden. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Zimmermann fragt: „Wo bleiben denn die Maßnahmen, die Dr. Hage ergreifen müsste? Die Zahlen kommen nicht überraschend, diese lassen sich bereits Jahre im Voraus aus den Daten der Stadtplanung ableiten.“

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Die CSU-Stadtratsfraktion fordert die Schülerzahlen bei der Stadtverwaltung unter Führung von Frau Maltz-Schwarzfischer an. Wie jedes Jahr wird die CSU-Fraktion hingehalten. Der frühere CSU-Bürgermeister Weber hat die Schülerzahlen immer in der letzten Sitzung vor der Sommerpause bekannt gegeben. Offizielle Schülerzahlen werden unter der Bunten Koalition, trotz Nachfrage im Stadtrat, nicht bekannt gegeben bzw. verspätet im September. Der Bildungsreferent Dr. Hage vertröstet stets, dass keine konkreten Zahlen vorlägen. Stattdessen der Offenbarungseid in einem MZ-Artikel, dass der Bedarf an Schulplätzen nicht gedeckt werden kann. Dabei drängt die Zeit. Die Bürger der Stadt Regensburg interessiert, ob genügend Grundschulplätze zur Verfügung stehen werden. Drängende Fragen nach Betreuungsmöglichkeiten nach der Schule, wie im MZ-Artikel, beschäftigen die Eltern. Der CSU-Stadtrat Dr. Gugau, selbst Lehrer, geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert: „Wenn diese in den Medien bekanntgegebene Zahlen zutreffen, dann fehlen uns ein Gymnasium, eine Realschule und mindestens zwei Grundschulen. Angesichts der hohen Übertritts-quote halte ich den Neubau eines Gymnasiums und einer Realschule für dringend notwendig. In der aktuellen Situation stoßen die Regensburger Schulen bereits an ihre Kapazitätsgrenzen. Ein derart vorhersehbarer Zuwachs muss vom Bildungsreferat erkannt werden.“

Die CSU-Stadträtin Dechant fordert: „Für die Bedarfsplanung zur vorschulischen Kinderbetreuung gibt es einen Flyer der Stadt Regensburg. Aber bei der Planung ab dem Schulalter lässt man die Eltern im Regen stehen. Die Stadtverwaltung unter der Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer macht hier zu wenig.“ Zum einem muss rechtzeitig ein Bedarfsplan für die Grundschulen erstellt werden. Dieser fehlt bis heute. Verlässliche Zahlen werden keine genannt. Stattdessen nennt Herr Dr. Hage in einem MZ-Artikel Zahlen, die er bis jetzt so dem Stadtrat nicht vorgelegt hat. „Wieso wurden diese Zahlen dem Stadtrat nicht vorgelegt, geschweige denn entsprechende Lösungsvorschläge? Ich habe das Gefühl, dass der Stadtrat nicht ordnungsgemäß einbezogen wird.“ prangert Frau Dechant an. Gerade in großen Neubaugebieten, wie Burgweinting und Brandlberg, muss über die Erweiterung von Schulräumen nachgedacht werden. Und nicht nur das! „Eine Ertüchtigung der bestehenden Schulen erscheint mir weder ausreichend noch pädagogisch sinnvoll zu sein. Die erforderlichen Schulen müssten mindestens in Planung, wenn nicht schon im Bau sein!“, so CSU-Stadtrat Dr. Gugau.

Zum anderen gibt es keinen Bedarfsplan für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter. „Der Umgang mit Familien ist grob fahrlässig. Eine ganztägige Kinderbetreuung ist nur bis zum Eintritt in die Grundschule gewährleistet. Danach fallen viele berufstätige Eltern in eine Betreuungslücke. Diese zwingt Frauen dazu ihre Karriere aufzugeben“, betont die CSU-Stadträtin Dechant. Eltern brauchen rechtzeitige und zuverlässige Informationen zu Betreuungsmöglichkeiten ihrer Kinder und nicht erst zum Schulstart! Schließlich müssen Berufstätige ihren Arbeitsalltag bereits Monate vorher nach diesen Betreuungsmöglichkeiten ausrichten.