Verwundert nehmen die CSU-Fraktionsmitglieder Bernadette Dechant und Jürgen Eberwein die Ablehnung des CSU-Antrags zur Durchführung einer Informationsveranstaltung über den geplanten Bau der DITIB-Moschee zur Kenntnis.

In dem von Dechant initiierten Antrag monieren die CSU-Politiker den fehlenden Dialog von Stadt und DITIB mit der Regensburger Bürgerschaft. Des Weiteren kritisieren sie den Standort für die geplante Moschee im Regensburger Osten. „Nicht der Moscheebau an sich ist das Problem, sondern die Häufung der Moscheegemeinden verschiedener Prägung ausgerechnet im sowieso schon vielfach belasteten Osten“, präzisiert Dechant, die zugleich als Betreuungsstadträtin der Christsozialen im Regensburger Osten fungiert.

„Eine öffentliche und ausführliche Informationsveranstaltung seitens der Stadt gemeinsam mit dem Bauherren der Moschee ist hier aufgrund der Gemengelage unerlässlich“, unterstreicht Eberwein das Anliegen seiner Fraktionskollegin. Die von der CSU geforderte Bürgerinformation unter Hinweis auf die kürzlich im Evangelischen Bildungswerk von Religions for Peace (rfp) organisierte Podiumsdiskussion zur Moschee ersetze nicht eine Bürgerinformation. Die Podiumsdiskussion sei hierfür ungeeignet gewesen, da sie hinsichtlich der Besucherzahl von vornherein begrenzt und auch während der Veranstaltung keine offene und spontane Diskussion möglich gewesen sei.

„Eine Bürgerinformationsveranstaltung zu einem solch sensiblen Thema muss anders gehandhabt werden. Ein gutes Beispiel ist hier die Vorgehensweise der Stadt Kaufbeuren hinsichtlich eines Moscheeneubaus. Diese Stadt im Allgäu hat das vorbildlich unter Einbindung der Bürgerschaft gelöst. So könnte man auch in Regensburg damit umgehen und damit noch zusätzlich eine Instrumentalisierung dieses Themas durch die AfD verhindern“, machen Dechant und Eberwein deutlich. „Die CSU wird nicht locker lassen und die Bürgerinteressen weiterhin deutlich vertreten“, so Dechant abschließend.