Nach dem Abstimmungsergebnis zum RKK-Bürgerentscheid, das dem RKK erneut eine Absage erteilte, sieht sich die CSU-Fraktion in ihrer Einschätzung bestätigt. „Die bunte Koalition hat durch ein verkorkstes Beteiligungsverfahren dieses Projekt an die Wand gefahren. Der städtische Versuch, die Bürgerinnen und Bürger mittels einer Pseudobeteiligung hinters Licht zu führen, hat sich nicht ausgezahlt und stattdessen großen Schaden für die Stadtentwicklung angerichtet. Außerdem hat es das Vertrauen der Bürgerschaft in die Politikfähigkeit der bunten Koalition beschädigt“, analysiert CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Zimmermann das Ergebnis. Die Bürger hätten sich in ihrer Anregung und Kritik nicht ernst genommen gefühlt. Schaufensterpolitik zahle sich nicht aus.


Die CSU-Fraktion ist sich sicher, dass es besser für Regensburg gewesen wäre, hätte man dem CSU-Vorschlag in Sachen RKK Folge geleistet, der da lautete: Die Belegung des Marina-Forums sowie des großen Saals des Museums der Bayerischen Geschichte abzuwarten und die Planungen danach auszurichten. Das hätte die Debatte beruhigen und in vernünftige Bahnen lenken können. „Bereits im Planungsausschuss hatte die CSU-Fraktion Bedenken am Raumprogramm geäußert, weil es mit dem alten Programm, das 30 Jahre zurückliegt, übereinstimmt, und den Anschluss an heute verloren hat“, so CSU-Planungsexperte Christian Schlegl. Darüber hinaus habe die CSU-Fraktion dieses Ergebnis in den Stadtratsdebatten immer wieder vorhergesagt. „Nennen wir das Kind beim Namen: Es ist eine glasklare Niederlage der bunten Koalition aufgrund deren Ignoranz den historischen und bürgerlichen Befindlichkeiten gegenüber“, so Schlegl weiter. „Es gilt, auf den Wunsch der Bevölkerung zu hören. Die CSU besteht weiterhin darauf, dem ZOB Priorität einzuräumen. Auf jeden Fall ist nach diesem Abstimmungsergebnis eine schonungslose Analyse nötig“, so CSU-Fraktionschef Zimmermann abschließend.