Die CSU-Stadtratsfraktion fordert nach der Anklage gegen Wolbergs und Hartl von der SPD endlich konsequentes Handeln. „Es kann nicht angehen, dass Norbert Hartl mit dem eigenen Rückzug die SPD aus der Schusslinie nimmt, seine Partei und Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer sich aber weiterhin nicht in der Lage zeigen, ihn auch aus den gut dotierten Aufsichtsräten der städtischen Tochtergesellschaften abzuziehen“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Zimmermann. Angesichts der Anklage kann Hartl in keinem Aufsichtsrat, insbesondere nicht im Verwaltungsrat der Sparkasse verbleiben, da auch der 4,5-Millionen-Kredit der Sparkasse an Tretzel Teil der Anklage ist, so die CSU-Fraktion.

Auch am Tag der Anklage versucht die Regensburger SPD die Spendenaffäre auf Joachim Wolbergs und Norbert Hartl abzuwälzen. „Es kann langgedienten und erfahrenen SPD-Mitgliedern wie Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und MdL Wild nicht entgangen sein, dass im Wahlkampf 2014 auf einmal alles finanziell machbar war. Trotzdem hat wohl niemand gefragt und auch jetzt ist in der Regensburger SPD niemand zu echter Aufarbeitung bereit, von Konsequenzen ganz zu schweigen.“ so der stellvertretende Kreisvorsitzende und Stadtrat Michael Lehner. Dr. Astrid Freudenstein ergänzt: „Die SPD in Bund und Land ist weiter. Im Bund hat man vorsorglich die gesetzlich geforderte Strafzahlung des dreifachen Betrages beim Bundestagspräsidenten hinterlegt.“ Ebenso der CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dr. Franz Rieger: „In Bayern hat ja erst der SPD-Landesschatzmeister die Ermittlungen überhaupt in Gang gebracht. In der SPD Regensburg ist im Jahr seit Aufnahme der Ermittlungen gar nichts passiert."