Im Zuge des neuen Prostituiertenschutzgesetzes vom 1. Juli fordert die CSU-Fraktion ein vollkommenes Verbot der Straßenprostitution in Regensburg.

Wie die Antragsteller Bernadette Dechant und Jürgen Eberwein mitteilen, gehen in Regensburg derzeit noch in der Guerickestraße sowie im Bereich des Auwegs im Donauhafen Prostituierte auf der Straße ihrem Gewerbe nach.

Fraktionsvorsitzender Dr. Josef Zimmermann unterstützt das Anliegen seiner Parteikollegen ausdrücklich. Vor allem im Bereich der Guerickestraße habe sich die Situation gewandelt. Seit geraumer Zeit befindet sich dort eine Flüchtlingsunterkunft mit vielen Kindern. Zudem sind in unmittelbarer Nähe, wie etwa in der Daimlerstraße, zahlreiche neue Wohnungen für Familien entstanden.

„Viele Kinder und Jugendliche aus den neuen Wohnungen und der Gemeinschaftsunterkunft halten sich im Bereich der Guerickestraße auf, auch in den Abendstunden“, geben Dechant und Eberwein zu bedenken. Hier habe die Sicherheit der Anwohner Priorität vor dem Profit des horizontalen Gewerbes, so die CSU-Politiker.

Der Donauhafen hingegen habe ihm Hinblick auf die Sicherheit der Prostituierten selbst gravierende Nachteile. Die abgelegene Lage und die mangelnde Beleuchtung erhöhen das Sicherheitsrisiko.

Da das neu in Kraft getretene Prostituiertenschutzgesetz hohe Mindestanforderungen an Modellwohnungen stellt, sei davon auszugehen, dass sich die Prostitution wieder in den öffentlichen Bereich verlagern werde.

„Das wollen wir mit einem generellen Verbot der Straßenprostitution in Regensburg verhindern, wie dies in anderen Städten bereits der Fall ist“, so die Antragsteller abschließend.