„Der aktuelle Personal- und Organisationsbericht der Stadt Regensburg weist eine exorbitante Personalentwicklung innerhalb der städtischen Verwaltung auf“, stellt die CSU-Fraktion fest. Unter der bunten Koalition gehe die Kurve des Personalbestands mehr als doppelt so schnell nach oben als in den Jahren zuvor, bemängelt Stadtrat Jürgen Eberwein, CSU-Sprecher im Personalausschuss.

Auffällig sei dabei allerdings, dass die Quote der Schwerbehinderten trotz der Stellenmehrungen bei den Neueinstellungen vom Höchststand 2012, der unter der Führung der CSU-Mehrheit zu verzeichnen war, auf den niedrigsten Stand im Jahr 2016 gesunken ist. Die CSU stellt sich die Frage, warum dies ausgerechnet unter Führung der Sozialdemokraten passiere.

Ebenso bedauert die CSU-Fraktion, dass es der Stadtverwaltung nicht gelinge, ihre eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum umweltbewussten Umstieg auf das Job-Ticket zu bewegen. Vielmehr gehe der Anteil der Mitarbeiter, die auf dieses Angebot zugreifen, zurück. „Dies alles offenbart die sozialen Schwächen der bunten Koalition, die sich Umwelt und Soziales so gerne auf die Fahnen schreibt“, resümiert CSU-Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann.

Insgesamt gesehen betrug der Anstieg der Stellenmehrungen zwischen 2007 und 2014, in einem Zeitraum von sieben Jahren, 10,6 %. Dagegen belief sich der Anstieg von 2014 bis 2016 in einem kurzen Zweijahreszeitraum bereits auf 6,5 %. „Sollte es in dieser Progression weitergehen, würde der Personalbestand in Zukunft um 22,75 % ansteigen“, rechnet Eberwein vor. 

Problematisch sei zudem, dass es Stellenmehrungen in vielen Bereichen gebe, aber, wie immer, nicht in der Bauverwaltung. Gerade dort jedoch sei es für die Entwicklung der stetig wachsenden Stadt schon lange dringend nötig.

Aufs Ganze gesehen habe die Stadt bereits die 200 Millionen-Marke bei den Personalkosten überschritten. „Dies ist auch eine finanzielle Belastung für die künftige Generation“, kritisiert Ausschusssprecher Eberwein.