Als positiv bezeichnet die CSU-Fraktion den Bebauungsplan Grunewaldstraße im Rahmen des Regensburg-Plans 2005 zur Weiterentwicklung des östlichen  Stadtviertels. „Allerdings ist es auch die längst überfällige Umsetzung eines wichtigen Projektes zur Entspannung der sozialen und infrastrukturellen Lage in diesem Quartier. Dieses Projekt war schon Bestandteil des 10 000 Wohnungen-Programms der CSU“, macht Stadtrat Christian Schlegl, CSU-Sprecher im Stadtplanungsausschuss deutlich.


Fünf lange Jahre seien inzwischen vergangen, bis eine Realisierung überhaupt erst beginne. „Damit wird endlich der CSU-Forderung nach der EOF-3 Förderung Rechnung getragen und die Zusatzförderung für staatlich geförderte Mietwohnungen wird angewendet, die bislang von der Stadtverwaltung seltsamerweise immer abgelehnt worden ist“, so CSU-Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann ergänzend.
 
Das Projekt sei außerdem Bestandteil des großspurig angekündigten Baulücken-Screening Programms der Koalition, von dem man ansonsten bisher fast gar nichts mehr gehört habe. „Das bedeutet aus Sicht der CSU-Fraktion, dass der Umsetzungsprozess in und zwischen den Behörden dringend besser koordiniert und optimiert werden muss“, verdeutlicht Zimmermann. Zu lange hätten sich Wirtschafts- und Planungsreferat gegenseitig blockiert und damit auch die Beschaffung von wichtigem bezahlbarem Wohnraum behindert. Hier werde in der Gemengelage der Befindlichkeiten mit den Interessen der Bürger gespielt; dies sei aus Sicht der Christsozialen verantwortungslos.
 
„Es muss mehr Effizienz her, um der Bürger willen“, so Schlegl. Bereits seit 2015 fordere die CSU-Fraktion ganz konkret eine Stabsstelle beim Oberbürgermeister, damit die Bearbeitung solcher Themenkomplexe zentral und effizienter angelegt sei. „Aber wie immer verhallen CSU-Vorschläge im Nirwana der bunten Koalition“, so die CSU-Politiker. Es dauere zu lange, bis die zielführenden, konstruktiven Vorschläge der CSU in Verwaltungshandeln umgesetzt werden, weil man sie zunächst in der Koalition reflexartig ablehne, da sie aus der Opposition kommen.
 
„Die CSU-Fraktion ist gespannt, ob die bunte Koalition dem nächsten konstruktiven, auch von vielen Fachexperten geforderten Vorstoß zur aktiven und eigeninitiativen Nutzung der Vorkaufsrechtmöglichkeiten im Gesetz gleich zustimmt oder erst wieder sinnlose Zeit durch Ablehnung, Taktieren und vorgeblichen Erkenntnisgewinn verstreichen lässt. Feuerprobe wird der jüngste CSU-Antrag zum gemeindlichen Vorkaufsrecht als bewährtes Instrument gegen Wohnungsnot sein“, so Schlegl und Zimmermann abschließend.