Im Zuge immer größerer Vernetzung und voranschreitender Digitalisierung sollte auch Regensburg Eingang in Google Maps finden.  Die CSU-Fraktion schlägt daher in einem Antrag vor, die Voraussetzungen dafür zu schaffen und die für die Kartendienste erforderlichen Datengrundlagen zur Verfügung zu stellen, damit die Fahrpläne des RVB und des RVV in Google Maps integriert werden können. „In ist nur, wer drin ist. So funktioniert die Welt heute, und Regensburg sollte da nicht abgehängt sein. Ein geeignetes Mittel dafür ist Google Maps“, meint CSU-Stadtrat Markus Jobst.

Unter dem Namen Google Transit können weltweit Daten von Verkehrsbetrieben an Google weitergegeben werden, um die entsprechenden Verbindungen anschließend in Google Maps ausgeben zu können. Die Nutzung gleiche der Routenplaner-Funktion, die Google-Maps bereits für Autofahrer anbietet.

„So kann man mit Google Maps eine Reise vom Regensburger Hauptbahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu jeder beliebigen Adresse in München planen. Google Maps zeigt die kürzesten Verbindungen, etwa mit der Bahn zum Münchner Hauptbahnhof und von dort dann den weiteren Weg in München mit Bus, U-Bahn, S-Bahn und/oder zu Fuß bis zum Ziel mit Angabe der Linien, der Abfahrtzeiten und der jeweiligen Dauer. Das sollte auch für Regensburg verfügbar sein“, schlägt Jobst vor. Seine Fraktionskollegen Josef Troidl und Erich Tahedl unterstützen dieses Anliegen.

Weltweit seien bereits die Daten von weit über 500 Städten verfügbar, seit 2012 unter anderem auch Münster, München, Berlin, Hannover, Duisburg und Hamburg. „In Regensburg endet momentan die Berechnung jeder Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln jedoch leider am Hauptbahnhof“, bedauert Jobst.

„Durch eine Integration der Fahrpläne der RVB in Google Maps soll die Möglichkeit genutzt werden, den öffentlichen Nahverkehr in Regensburg Stadt zu stärken, besser zu vermarkten und neue Kunden zu gewinnen. Gerade Reisende und Pendler von außerhalb können so bequem am Computer, Tablet oder Handy eine Fahrt zu jeder beliebigen Adresse in Regensburg planen, ohne auf einen privaten PKW angewiesen zu sein. Als Nebeneffekt könnte dadurch auch der Parkdruck gerade in der Regensburger Innenstadt verringert werden“, präzisiert Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann das Anliegen der CSU.

Natürlich bestehe die Möglichkeit, die App des Regensburger Verkehrsverbunds zu benutzen. Aber gerade Auswärtige und Touristen würden nicht jede App eines lokalen Verkehrsanbieters installieren. Auch die Planung einer Reise mit mehreren Verkehrsverbünden und -betrieben sei so nahezu unmöglich, sind sich die CSU-Politiker sicher.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg könnte durch Integration der gesamten Fahrpläne des RVV eine Vernetzung des Bus- und Bahnnetzes erfolgen, von der alle beteiligten Städte und Gemeinden profitieren würden. „Stadt und Landkreis Regensburg könnten so zu Vorreitern bei der Digitalisierung von Fahrplänen einer ganzen Region in Nordbayern werden“, so Zimmermann abschließend.