Da die bei der Continental-Arena vorgehaltenen Parkplätze bei weitem für die Besucher von Spielen des SSV Jahn nicht ausreichen und zudem nach dem Leitbild „Energie und Klima“ Mobilitätsdrehscheiben mit Carsharing- und Fahrradverleih- Angeboten geschaffen werden sollen, stellt die CSU-Fraktion folgende

Anträge:

I. Die Verwaltung berichtet, welche Pkw- und Bus-Parkplätze bei Jahnspielen als verfügbare Parkplätze gerechnet werden und wie hoch deren Auslastung an Heimspieltagen seit dem Aufstieg des SSV Jahn in die 2. Bundesliga ist.

II. Die Verwaltung prüft im Zusammenwirken mit der RBB als Stadionbetreiberin,

1. wie die Parksituation verbessert werden kann, insb. durch zusätzliche Parkflächen oder ein Parkhaus an der Continental-Arena bzw. attraktiver gestaltet werden kann, z.B. durch einen Zubringerbus und/oder günstigere Gebühren.

2. ob an der Continental-Arena eine Mobilitätsdrehscheibe errichtet werden kann, bei der zusätzliche Parkflächen oder ein Parkhaus auch für Park and Ride und Carsharing  genutzt und eine Fahrradverleihstation vorgehalten werden könnte.

Begründung:

Anwohner machten uns wiederholt darauf aufmerksam, dass bei Fußballspielen des SSV Jahn nahezu die komplette Ortsdurchfahrt Oberisling (Rauberstraße) sowie die Ortseinfahrt (Rauberberg) zugeparkt sind. Dies stellt bereits eine erhebliche Behinderung für private Pkws dar, die zu tun haben, in ihre Einfahrten zu gelangen oder selbst einen Parkplatz zu finden, erst recht aber für Landwirte, wenn sie mit Traktoren samt Anhänger unterwegs sind und entgegenkommende Busse fürchten müssen. Selbst zwei Pkws können nicht mehr aneinander vorbeifahren oder ausweichen, wenn der gesamte Stadtteil zugeparkt ist.

Trotz der nach dem Schreiben der CSU-Fraktion vom 14.09.15 erfolgten Verbesserungen durch die aufgestellte Beschilderung insb. im Biendlweg ist die Verkehrssituation in Oberisling bei Jahnspielen deshalb nach wie vor sehr angespannt, so dass von den Anwohnern des Stadtteils selbiger z.T. nur noch als „Parkplatzmeile“ wahrgenommen wird.

Die unter http://www.continental-arena.com/parken/ dargestellten Parkmöglichkeiten sind offenbar weder für Pkws noch für Busse ausreichend. Während deshalb die Autos auf benachbarten Kundenparkplätzen und in fußläufig erreichbaren Feldwegen und Stadtteilen, allen voran im nur rund 1 km entfernten Oberisling, abgestellt werden, wird den Fans – und den Regensburger Anwohnern – oft ein weiter Fußmarsch durch die Stadt von einem abgelegenen Busparkplatz zugemutet.

Die CSU-Fraktion bittet deshalb um einen Bericht über die konkrete Auslastung der am Jahnstadion und in der näheren Umgebung (Universität, Uniklinikum) vorgehaltenen Parkmöglichkeiten an Heimspieltagen seit dem Aufstieg des SSV Jahn in die 2. Bundesliga.
Da laut Bericht der MZ vom 07.11.17 auch der Stadionbetreiber davon ausgeht, dass die Parkplätze am Stadion „an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt“ sind, bittet die CSU-Fraktion weiter um Prüfung, wie die Parksituation verbessert werden kann.

Vorgeschlagen wird insoweit etwa die Schaffung zusätzlicher stadionnaher Parkflächen, gerade auch im Hinblick auf den zusätzlichen Bedarf seit des erfreulichen Aufstiegs des SSV Jahn in die 2. Liga und der damit verbundenen deutlichen Zunahme der Besucherzahlen auf oft über 10.000.

Diese bzw. dieses könnte dann auch im Rahmen einer bei der Continental-Arena zu schaffenden Mobilitätsdrehscheibe etwa neben dem bereits angebotenen Park and Ride auch für Carsharing-Stellplätze und eine Fahrradverleihstation genutzt werden. Damit könnte die Kombination und flexible Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel, wie sie als Mobilitätsziel beim „Leitbild Energie und Klima“ in der Sitzung des Stadtrats vom 30.03.17 beschlossen wurde, weiter vorangetrieben werden.

Als kostengünstige Alternative wird vorgeschlagen, die Parkplatzsituation jdf. attraktiver zu gestalten:
An Spieltagen mit voller Auslastung der unmittelbaren Stadionparkplätze würden die Uni-/Klinikumparkplätze etwa durch das Bereitstellen eines Zubringerbusses an Attraktivität gewinnen.

Für Spieltage, an denen die Parkplätze nicht vollends ausgelastet sind, könnte Anreiz für die Nutzung der Vor-Ort-Parkplätze eine Reduzierung der Nutzungsgebühr sein.

Um die Nutzung der Parkflächen als Park and Ride außerhalb der Spielzeiten zu intensivieren, wäre zudem ein besseres Tarifangebot  sowie eine engere Taktung der Buszeiten (als nur alle 20 min werktags) wünschenswert.


Mit freundlichen Grüßen
 
Dr.-Ing. Josef Zimmermann
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat


Initiative:


Dagmar Schmidl 
Stadträtin 

Hans Renter
Stadtrat

Dr. Armin Gugau 
Stadtrat 

Dr. Franz Rieger, MdL
Stadtrat