Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

hiermit beantragen wir, dass die Stadt Regensburg in Zusammenarbeit mit einschlägig qualifizierten Fachdiensten für Inklusion, wie zum Beispiel dem Büro für leichte Sprache, der Tourist-Information und unter Beteiligung des Beirats für Menschen mit Behinderung einen „Stadt-Führer in Leichter Sprache“ zu erstellen.

Als wichtige Inhalte sind Infos zur Stadtgeschichte, Tipps und Empfehlungen sowie Hinweise für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, z. B. zu barrierefreien Parkhäusern, Cafés und Toiletten aufzunehmen. Mittelfristiges Ziel ist es, Stadtführungen in Leichter Sprache in das offizielle Programm der Tourist-Information aufzunehmen.

 

Begründung:


Regensburg als historisch gewachsene und als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnete Stadt hat viele Geschichten zu erzählen. Übliche Stadtführer oder Hinweistafeln sprechen jedoch nicht alle Menschen an – komplizierte, lange Texte in kleiner Schrift sind für viele ein Hindernis. Ein origineller
„Stadt-Führer in "Leichter Sprache“ soll das ändern. Ein weiterer Beitrag zur Barrierefreiheit kann geleistet werden. Von einem Stadtführer in Leichter Sprache profitieren nicht nur Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten. Vielmehr richtet er sich auch an Menschen mit nur geringen oder einfachen Deutschkenntnissen oder all diejenigen Besucherinnen und Besucher, die sich lediglich einen raschen Überblick über die Geschichte der Stadt verschaffen möchten. Regensburg sollte dem guten Beispiel anderer Städte wie z. b. Cham und Donauwörth folgen. Der Stadt-Führer in Leichter Sprache wäre des Weiteren eine optimale Ergänzung des Heftes zum Regensburger Dom, das im Auftrag der Katholischen Kirche in leichter Sprache bereits erstellt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Bernadette Dechant
CSU-Stadträtin                  

Ellen Bogner
CSU-Stadträtin