Die CSU-Stadtratsfraktion stellt folgenden

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen zu schaffen bzw. die für die Kartendienste erforderlichen Datengrundlagen zur Verfügung zu stellen, damit die Fahrpläne des RVB bzw. des RVV in Google Maps integriert werden können.

Begründung:

Unter dem Namen Google Transit können weltweit Daten von Verkehrsbetrieben an Google weitergegeben werden, um die entsprechenden Verbindungen anschließend in Google Maps ausgeben zu können.

Die Nutzung gleicht der Routenplaner-Funktion, die Google-Maps bereits für Autofahrer anbietet:

So kann man mit Google Maps z. B. eine Reise vom Regensburger Hauptbahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu jeder beliebigen Adresse oder Ortsbezeichnung in München planen. Google Maps zeigt die kürzesten Verbindungen z. B. mit der Bahn zum Münchener Hauptbahnhof und von dort dann den weiteren Weg in München mit Bus, U-Bahn, S-Bahn und/oder zu Fuß bis zum Ziel mit Angabe der Linien, der Abfahrtzeiten und der jeweiligen Dauer.

Weltweit sind bereits die Daten von weit über 500 Städten verfügbar, seit 2012 u. a. auch Münster, München, Berlin, Hannover, Duisburg und Hamburg.

In Regensburg endet momentan die Berechnung jeder Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln leider am Hauptbahnhof.

Durch eine Integration der Fahrpläne der RVB in Google Maps soll die Möglichkeit genutzt werden, den öffentlichen Nahverkehr in Regensburg Stadt zu stärken, besser zu vermarkten und neue Kunden zu gewinnen.

Gerade Reisende und Pendler von außerhalb können so bequem am Computer, Tablet oder Handy eine Fahrt zu jeder beliebigen Adresse in Regensburg planen, ohne auf einen privaten PKW angewiesen zu sein.

Als Nebeneffekt könnte dadurch auch der Parkdruck gerade in der Regensburger Innenstadt verringert werden.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die App des Regensburger Verkehrsverbunds zu benutzen. Aber gerade Auswärtige und Touristen werden nicht jede App eines lokalen Verkehrsanbieters installieren. Auch eine Planung einer Reise mit mehreren Verkehrsverbünden und- betrieben ist so nahezu unmöglich.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg könnte durch Integration der gesamten Fahrpläne des RVV eine Vernetzung des Bus- und Bahnnetzes erfolgen, von der alle beteiligten Städte und Gemeinden profitieren würden. Stadt und Landkreis Regensburg könnten so zu Vorreitern bei der Digitalisierung von Fahrplänen einer ganzen Region in Nordbayern werden.

„Städte leben vom Verkehr. Der öffentliche Nahverkehr bleibt auch in Zukunft der Garant, dass Mobilität in Stadt und Land funktionieren. Bauen wir Bewährtes weiter aus mit Verbesserungen in größeren Verkehrsverbünden und vernetzen Fahrplänen“, so wirbt der stellvertretende Vorsitzende des Bayer. Städtetags, Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, in einer Pressemitteilung für eine weitere Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr.-Ing. Josef Zimmermann
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat


Initiative:
      
Markus Jobst         
Stadtrat

Erich Tahedl
Stadtrat

Josef Troidl
Stadtrat