Aufgrund der bedauerlichen Berichte über Schwimmunfälle auch wieder in diesem Sommer stellt die CSU-Stadtratsfraktion folgenden

Antrag:

Die Verwaltung möge berichten, ob und inwieweit in der Stadt Regensburg die Erlangung der Schwimmkompetenz gerade für Kinder, Jugendliche und Flüchtlinge angeboten und gefördert wird sowie prüfen, ob Schwimmkurse für Bedürftige von der Stadt Regensburg im Zusammenwirken mit den Regensburger Badebetrieben und den Schwimmvereinen kostenlos angeboten oder jdf. bezuschusst werden können („Seepferdchen für alle“).

Begründung:

Auch in diesem Sommer ereigneten sich bedauerlicherweise wieder zahlreiche Badeunfälle – oft mit tödlichem Ausgang. Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 537 Badetote – der höchste Wert seit zehn Jahren; 91 von ihnen ertranken in Bayern.

Nach Schätzungen der DLRG kann ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland nicht oder nur schlecht schwimmen. Bei den Erwachsenen ist es ein Viertel. Eine besondere Herausforderung für die Helfer von DLRG und Wasserwacht stellen Flüchtlinge dar: Diese stammen häufig aus Kulturkreisen, in denen das Schwimmen nicht alltäglich ist, so dass hier sogar über die Hälfte der Kinder nicht schwimmen kann.

Als sicherer Schwimmer gilt, wer die Voraussetzungen für den Freischwimmer erfüllt. Viele verfügen aber noch nicht einmal über die Schwimmkompetenz, die das sog. Seepferdchen abfordert.

Wie Eltern uns berichten, können in Regensburg nicht genügend Schwimmkurse für Kinder angeboten werden und bestehen hierfür lange Wartelisten - trotz des im Juli neu eröffneten Lehrschwimmbeckens im Westbad.

Familienfreundliche Politik wäre, in Zusammenarbeit mit den Regensburger Badebetrieben und den örtlichen Schwimmvereinen wie WW und DLRG v.a. ausreichend - und bei Bedürftigen auch kostenlose - Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Flüchtlinge anzubieten („Seepferdchen für alle“).

Alternativ kann sich die CSU-Fraktion vorstellen, die Teilnahme an Schwimmkursen zu bezuschussen oder aber z.B. mit Eintrittskarten für die öffentlichen Bäder zu honorieren, um hier einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen.

Als weitere Präventivmaßnahme wäre es wünschenswert, in einer Medienkampagne die Eltern für dieses Thema entsprechend zu sensibilisieren und von der Wichtigkeit der Erlangung der Schwimmkompetenz für ihre Kinder zu  überzeugen.

Wir bitten deshalb um wohlwollende Prüfung, ob und inwieweit obige Vorschläge im Interesse der Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen umgesetzt werden können.


Mit freundlichen Grüßen


Dr.-Ing. Josef Zimmermann
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat

 

Initiative:

Dagmar Schmidl         
Stadträtin 

Hans Renter
Stadtrat

Dr. Armin Gugau
Stadtrat