Das Modulare Warnsystem "MoWas" wird bei der Stadt Regensburg am 16.08.2016 in Betrieb gehen. Dies wird von der CSU-Stadtratsfraktion ausdrücklich begrüsst. Denn die CSU-Fraktion hat auf Initiative ihrer Fraktionsmitglieder Markus Jobst und Michael Lehner bereits mit Antrag vom 27.04.2015 die Einführung dieses Modularen Warnsystems gefordert. Die Bürgerinnen und Bürger können über die App "Nina" das System gratis empfangen.

Durch das Warnsystem "MoWas" wird erreicht, dass im Katasrophenfall neben dem bestehenden Sirenenwarnsystem eine schnelle und umfassende Warnung der Bevölkerung sichergestellt ist.

Nähere Einzelheiten sind aus dem folgenden Antrag vom 27.04.2015 zu entnehmen:

Sehr geehter Herr Oberbürgermeister,

die CSU-Stadtratsfraktion stellt folgenden  Antrag:

Die Verwaltung wird um Prüfung gebeten, ob in Regensburg zusätzlich zum bestehenden Sirenenwarnsystem das Modulare Warnsystem "MoWas" sowie das Katastrophensystem "Katwarn" eingeführt werden kann.

Begründung:

Im Katastrophenfall ist eine schnelle und umfassende Warnung der Bevölkerung von großer Wichtigkeit. Deshalb sollen zum Schutz der Bevölkerung in Regensburg zum bestehenden Sirenenwarnsystem das Modulare Warnsystem „MoWaS“ sowie das Katastrophenwarnsystem „Katwarn“ eingeführt werden.

Durch das Modulare Warnsystem können die für den Bevölkerungsschutz verantwortlichen Personen unmittelbar alle im Verantwortungsbereich vorhandenen Alarmierung- und Warnsysteme gleichzeitig auslösen. Der Vorteil von MoWaS liegt darin, dass die vorhandenen Warn- und Alarmierungssysteme wie z.B. die Sirenen ebenso genutzt werden wie alle heute vorstellbaren Warnsysteme wie beispielsweise Rauchmelder, Radio- und Fernsehgeräte etc.

Das Katastrophenwarnsystem Katwarn würde MoWaS in idealer Weise ergänzen. Das vom Fraunhofer-Institut Fokus entwickelte System, das zu einem Großteil von öffentlichen Versicherern finanziert wurde, soll betroffene Anwohner künftig bei Großbränden, Funden z.B. von (Weltkriegs-) Bomben, Umweltkatastrophen oder Pandemien und ähnlichen Fällen warnen. Es informiert in Unglücksfällen zusätzlich zu Polizei, Feuerwehr und Medien die Bevölkerung über Gefahren und Verhalten im Katastrophenfall mittels Mobiltelefon. Der Dienst kann per App, SMS und E-Mail genutzt werden.

Rund 30 Städte und Kreise in Deutschland haben das System bereits erfolgreich eingeführt, darunter auch die Landeshauptstadt München. Es ist bereits seit 2009 im Einsatz und orientiert sich dabei an den Postleitzahlbereichen. Der Nutzer kann seine eigene Postleitzahl eingeben und bekommt dann entsprechende Warnungen bzw. ein Alarmsignal, wenn er sich in einen gefährdeten Bereich begibt.

Ein großer Vorteil von Katwarn ist, dass zusätzlich zur Warnung Handlungsempfehlungen abgegeben werden können. Der Deutsche Wetterdienst nutzt Katwarn ebenfalls bei Unwettern mit extremen Gefahren und großflächigen Auswirkungen.

Mit diesen beiden Systemen kann die Reaktionsgeschwindigkeit und Informationsverbreitung von Behörden und Rettungskräften im Notfall erheblich gesteigert und durch die rasche Informationsverbreitung Gefahren für die Bevölkerung abgewendet werden. Deshalb bitten wir die Verwaltung um Prüfung, ob in Regensburg zusätzlich zum bestehenden Sirenenwarnsystem das Modulare Warnsystem „MoWaS“ sowie das Katastrophenwarnsystem „Katwarn“ eingeführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Vanino
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat

Initiative:
Markus Jobst, Michael Lehner