Die CSU-Stadtratsfraktion stellt folgenden

Antrag:

Die Verwaltung wird beauftragt, im Zusammenwirken mit den Stadtwerken Regensburg / RVB zu prüfen, wie das vorhandene Nachtbusnetz nach Ende des einjährigen Testbetriebes erweitert werden kann und mittels Schleifenfahrten weitere Stadtteile, insbesondere Oberisling, Leoprechting, Graß, Schwabelweis und Hohes Kreuz angebunden werden können.

Begründung:

Den Berichten über das Nachtbusangebot der Stadt Regensburg ist zu entnehmen, dass dieses sehr gut angenommen wird und an einem Wochenende rund 1.500 Fahrgäste – an Dultwochenenden sogar nochmal deutlich mehr -  in den fünf Buslinien des Nachtbusses befördert werden, wie sie am 14. Oktober 2016 eingeführt wurden.

Auch befürchtete Ausschreitungen wie Sachbeschädigungen oder Störungen des Busfahrers oder sicherheitsrelevante Vorfälle sind bislang nicht zu beobachten, so dass sowohl aufgrund des hohen Zuspruchs, als auch der friedlichen Nutzung des Angebots durch die „Nachtschwärmer“ damit zu rechnen ist, dass der einjährige Testbetrieb fortgesetzt wird, was sehr zu begrüßen wäre.

Weniger erfreulich ist jedoch, dass einige Stadtteile beim Nachtbusnetz bislang nicht berücksichtigt wurden:

So bedauern viele Bewohner der südlichen Stadtteile Oberisling, Leoprechting und Graß, insbesondere aber die dort aufgrund der Uninähe zahlreich wohnenden Studenten und damit Zielgruppe des Nachtbusangebotes, dass ihre Stadtteile nicht an das Nachtbusnetz der Stadt Regensburg angeschlossen sind.

Nicht nachvollziehbar ist für sie, dass etwa Pentling, obwohl dem Landkreis zugehörig, angefahren wird, nicht aber der städtische Raum weitgehend abgedeckt wird.

Bereits in der Sitzung des Planungsausschusses vom 31.05.16 wurde von der CSU-Fraktion zum Nachtbus Probebetrieb (TOP 6) durch Stadträtin Schmidl angeregt, die Linienführung zu überdenken. Es wurde vorgebracht, dass die südlichen Stadtteile Oberisling, Leoprechting und Graß sowie der Stadtosten, insbesondere der Stadtteil Hohes Kreuz, nicht versorgt sind.

Vorgeschlagen wurde damals bereits, statt einem Hin- und i.d.R. leeren Rückweg auf gleicher Strecke Schleifenfahrten zu priorisieren.

Sinnvoll wäre etwa, die Linie N8 (Pentling) über die südlichen Stadtteile und die Linie N9 (Burgweinting) über das Hohe Kreuz zurückfahren zu lassen. Bei der Linie N1 (Pommernstraße) könnten mittels einer Schleife weitere Bereiche im Nordosten, bei der Linie N10 (Prüfening) weitere Bereiche des Westens und die Prüfeninger Straße berücksichtigt werden.

Da man laut Stadtspitze mit den angegebenen Linien zunächst lediglich starten, diese jedoch an Erfahrungswerte anpassen wollte, bitten wir, diese äußeren Bereiche der Stadt im Interesse ihrer Bewohner künftig  nunmehr bei der Linienplanung zu berücksichtigen, insoweit das Nachtbusnetz zu erweitern und räumlich an die Bedürfnisse anzupassen.

Die begehrten Änderungen der Linienführungen dürften auch nicht mit einem wesentlich höheren Kostenaufwand verbunden sein, da die Strecken bei den Schleifenfahrten keinen erheblichen Umweg darstellen. Der Zeitfaktor dürfte hier nur von untergeordneter Bedeutung sein.

Hinzu kommt, dass bei Schleifenfahrten die gleichen Anwohner nur einmal und nicht zunächst bei der Hinfahrt und einmal mehr bei der Rückfahrt der entsprechenden Buslinie in ihrer Nachtruhe gestört werden.

Zudem wär es wünschenswert, dass die bereits seit längerem in der Region bestehende Linie N 21/N24 mit Abfahrt 1.15 Uhr am Hauptbahnhof einen zusätzlichen Halt am Fuße des Rauberberges (zwischen den Haltestellen Continental Arena und Unterisling) vornimmt, um so den Oberislinger Bürgern ein Aussteigen zu ermöglichen, Derzeit fahren viele bis zur Haltestelle Unterisling und nehmen einen gefährlichen Fußweg am selbst nachts stark und schnell befahrenen sowie unbeleuchteten Unterislinger Weg in Kauf.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Josef Zimmermann

Fraktionsvorsitzender / Stadtrat

 

 

Initiative:

Dagmar Schmidl, Stadträtin

Dr. Armin Gugau, Stadtrat

Hans Renter, Stadtrat