Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

laut dem Artikel „Krematorium: Betrieb illegal“ in der Ausgabe der Rundschau vom 06.09.2017 (Seite 7) hat ein Mitarbeiter des Regensburger Krematoriums Anzeige gegen zwei städtische Vorgesetzte gestellt. Laut Zeitungsbericht sei den Vorgesetzten bekannt, dass sich die Mitarbeiter aufgrund der defekten Ofenanlagen des Krematoriums ständig hoher Kohlenmonoxidbelastungen ausgesetzt wären. Die Vorgesetzten hätten diese Missstände nicht beseitigt und deshalb ihre Fürsorgepflicht verletzt.


Die CSU Fraktion hat bereits in der Sitzung des Ausschusses für Umweltfragen, Natur- und Klimaschutz am 10.05.2017 bzgl. zu hoher Emissionswerte des Regensburger Krematoriums nachgefragt.

Im Antwortschreiben der Stadt Regensburg vom 19.06.2017 wurde bestätigt, dass die Ofenlinie 2 die lt. Richtlinie VDI 3891 maximal erlaubte Überschreitungshäufigkeit (3%) bei den CO-Werten gerade noch einhält (2,9%), die Ofenlinie 1 überschreitet diese maximal erlaubte Überschreitungshäufigkeit mit 4,5% jedoch deutlich.
Eine eventuelle Gefährdung der Mitarbeiter wurde in diesem Schreiben nicht angesprochen. Laut IP ist eine grundlegende Sanierung der Anlage erst für 2020 vorgesehen.

Die CSU Fraktion fordert die Verantwortlichen der Stadt Regensburg auf, diesen Sachverhalt und die im Artikel der Rundschau angeführten Beschuldigungen nun vollständig aufzuklären.
Sollte die Gesundheit der im Krematorium beschäftigten Mitarbeiter wirklich gefährdet sein, muss die Sanierung der Anlage umgehend erfolgen.

Ebenso ist ein eventuelles Versäumnis der Verantwortlichen zu klären und gegebenenfalls entsprechend zu ahnden.

Wir bitten ebenfalls um eine schriftliche Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen      

Dr. Josef Zimmermann       
Fraktionsvorsitzender      
Stadtrat

 

Initiative:

Markus Jobst
Stadtrat