Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Stadtteil Keilberg existieren bislang nur zwei Großspielfelder für den DJK-SV Keilberg e.V. Weitere Sport- und Bolzplätze zur Versorgung aller Altersgruppen fehlen. Für den Sportunterricht der Grundschule, die Freizeitaktivitäten der im Stadtteil ansässigen Kinder und Jugendliche sowie die im Jugendbereich äußerst aktive Fußballabteilung des Sportvereins wird daher die Verwirklichung eines weiteren Spiel- und Sportplatzes als notwendig angesehen.

Bereits in der Vergangenheit wies die Stadt Regensburg auf den im Stadtteil herrschenden Mangel an Spiel- und Sportplätzen hin. In den Investitionsprogrammen 2007 bis 2011 und 2008 bis 2012 war für das Jahr 2010 die Herstellung einer Spielanlage mit Bolzplatz am Wacholderweg vorgesehen. Begründet wurde diese geplante Maßnahme damit, dass im Stadtteil vergleichbare Spiel- und Sportplätze fehlen und deshalb die Ausführung erforderlich sei. Auch die Grundschule Keilberg verfügt über keine eigenen Freisportanlagen. 2007 und 2008 wurde daher die Maßnahme „Schaffung von Freisportanlagen für die Schule“ ins IP eingestellt. Mit der Verordnung vom 16.01.2009 änderte sich aber die Schulbauverordnung dahingehend, dass Sportflächen nur noch für Schulen ab acht Klassen finanziell gefördert werden können. Die Stadt sah daraufhin von einer eigenen Freisportfläche für die Schule ab. Zudem konnten nach Auskunft der Stadt im laufenden Umlegungsverfahren die benötigten Grundstücksflächen von den Eigentümern nicht erworben werden.

Der Sportentwicklungsplan von 2008 bescheinigt dem Sportverein neben den zwei Großspielfeldern wiederum den Bedarf eines weiteren Kleinspielfeldes, um ausreichend Trainingskapazitäten für die Mannschaften im Jugendbereich bereit-stellen zu können.

Mit den Vereinsverantwortlichen und Stadtrat Armin Gugau wurde nach der Bürgerversammlung vom 8.10.2014 am 25.11.2014 ein Gespräch beim Sportamt geführt, um Möglichkeiten zu finden, den gewünschten und benötigten Spiel- und Sportplatz zu verwirklichen. Es wurden dabei mehrere Varianten ins Gespräch gebracht und diskutiert.

Von der CSU wurde die Überlegung eingebracht, ob es nicht sinnvoll sei, eine Lösung für alle Interessenten – Schule, Verein, Freizeit - anzustreben.

Im Bericht über die Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Keilberg-Brandlberg vom 29.01.2015 wurde auf eine mögliche Spielfläche am Preiselbeerweg, die ins IP aufgenommen werden soll, verwiesen und darauf hingewiesen, dass die Verwaltung unabhängig davon weiterhin an einer schnellen Lösung des Problems arbeitet.

Wir bitten deshalb die Verwaltung um ausführliche Stellungnahme über den aktuellen Sachstand zur Verwirklichung eines Spiel- und Sportplatzes in Keilberg unter Berücksichtigung der Interessen des öffentlichen und des Vereinssports.


Mit freundlichen Grüßen

Hermann Vanino
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat


Initiative:

Dr. Armin Gugau    Dagmar Schmidl   Hans Renter