Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

die CSU-Fraktion bittet um Mitteilung und Aufklärung, warum der von der Schulfamilie der Kreuzschule in einem vorbildlich demokratischen Beteiligungs- und Entscheidungsprozess ausgewählte Name „Kreuzschule im alten Stadion“ nicht von der Stadtspitze und Verwaltung respektiert und akzeptiert wird.
Warum wird überraschenderweise nach dem Namensfindungsprozess der Schulfamilie politisch Einfluss genommen und ein neuer Namensvorschlag gebracht?

Begründung:
Vertreter der Stadt und aus der Koalition haben in der Besprechung am 11.04.2019 der Schulfamilie der Kreuzschule eine Abfuhr erteilt und diese eklatant vor den Kopf gestoßen. Kurzerhand wurde der Namensvorschlag, den die Schulfamilie in einem qualifizierten, pädagogisch intensiven und vorbildlich demokratischen Beteiligungs- und Entscheidungsprozess ausgewählt hat, durch einen Gegenvorschlag torpediert. Zuvor wurde der Schulleitung, dem Lehrerkollegium und dem Elternbeirat mehrmals signalisiert, dass die Namensfindung den unmittelbar am Schulleben Beteiligten überlassen bleiben solle.
Der überraschend von den Vertretern der Stadtführung und Verwaltung „aus dem Hut gezauberte“ neue Name frustriert SchülerInnen, Lehrerkollegium und Elternbeirat. Schlimmer noch, die Schulleitung, die Einzelergebnisse des schrittweisen, intensiven Entscheidungsprozesses sicher ordnungsgemäß in das Schul- und Bildungsreferat zeitnah zurückgekoppelt hat, wird unfair behandelt, um nicht zu sagen sogar desavouiert.

Dem Referenten für Bildung, Sport und Freizeit hätte sich mehrmals die Möglichkeit geboten, früh- und rechtzeitig mit den Organen der Kreuzschule in den Dialog zu treten und andere Namensvorstellungen einzubringen. Am Ende des Namensfindungsprozesses nun eine Art Veto „nach Gutsherrenart“ einzulegen und einen Gegenvorschlag nicht nur vehement zu verteidigen, sondern auch noch massiv durchdrücken zu wollen, ist inakzeptabel. Wie bereits bei der Namensfindung für die Grundschule Prüfening bricht die Stadt wieder einen völlig unnötigen Streit vom Zaun. Die Namen der ehrenwerten Persönlichkeiten Hans und Clara Weber, die sich zeitlebens für Demokratie, Meinungsvielfalt und Bürgernähe stark gemacht haben, werden instrumentalisiert.

Wir bitten, in der nächsten Besprechung zur Namensfindung am 08.05.2019 den Namensvorschlag „Hans- und- Clara-Weber-Schule“ zurückzuziehen und den Namensvorschlag der Schulfamilie der Kreuzschule zu unterstützen.


Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Josef Zimmermann 
CSU-Fraktionsvorsitzender
Stadtrat   


Initiative:
Bernadette Dechant   
Stadträtin