Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll, von großen Plastikabfällen über Mikroplastik- bis hin zu Nano-Teilchen, ist mittlerweile bekannt und wird derzeit in nahezu jedem Medium diskutiert.

Wenig Beachtung finden dagegen Plastikabfälle, die sich im Abwasser  bzw. in den Gärresten bei der Biogasproduktion aus Biomüll ansammeln.

Im Abwasser können sich z. B. Kunstfasern von Kleidungsstücken oder Mikroplastik aus Kosmetik- und Körperpflegeprodukten ansammeln.

Auch im Biodünger, der aus Gärresten, die bei der Produktion von Biogas aus Biomüll anfallen, wurden jetzt erhebliche Plastikrückstände gefunden.

Und gerade hier sind nicht nur die Betreiber solcher Biogasanlagen in der Pflicht, diese Fremdkörper zu beseitigen. Denn durch Sieben und Auslesen per Hand können zwar größere Plastikteile entfernt werden. Aber kleinere Teile und v. a. Mikroplastik werden davon kaum erfasst.
Auch die Verbraucher müssen bei der Entsorgung des Biomülls darauf achten, dass keine Fremdkörper enthalten sind bzw. dass Kosmetik- und Körperpflegeprodukte gekauft werden, die kein Mikroplastik enthalten.

Laut Forschung verursacht das Mikroplastik selbst kaum gesundheitliche Schäden. Erst Nano-Teilchen und z. B. enthaltene Weichmacher, die durch UV-Licht oder mechanische Beanspruchung entstehen und freigesetzt werden können die Umwelt schädigen und werden letztendlich über die Nahrungskette vom Menschen aufgenommen.

Deshalb bitten wir um Beantwortung nachfolgender Fragen:

• Enthalten das Abwasser aus dem Klärwerk, dass letztendlich in die Donau  eingeleitet wird und der Dünger, der aus dem Klärschlamm und bei der Biogasherstellung aus dem gewerblichen und Haushalts-Biomüll als Gärrest entsteht Plastikteilchen (Mikro-, Nano-Teilchen etc.) und wenn ja, wie viele Teilchen.
• Was wird unternommen, um eine Verunreinigung des Abwasser bzw. der Bioabfälle und letztendlich des Düngers, der daraus entsteht, durch Plastikreste zu minimieren.


Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Josef Zimmermann 
CSU-Fraktionsvorsitzender
Stadtrat   


Initiative:
     
Markus Jobst    
Stadtrat