An die
Regensburger Verkehrsbetriebe
z. Hd. Herrn Betriebsleiter
Frank Steinwede
Greflingerstraße 22
93055 Regensburg

 

Sehr geehrter Herr Steinwede,

ich möchte Sie informieren, dass die CSU-Stadtratsfraktion einen Antrag im Stadtrat bzw. in einem seiner Ausschüsse einbringen wird, dass die Stadtverwaltung Regensburg es ermöglicht bzw. die Voraussetzungen dafür schafft, die Fahrpläne von RVV und RVB in Google Maps zu integrieren.

Unter dem Namen Google Transit können weltweit Daten von Verkehrsbetrieben an Google weitergegeben werden, um die entsprechenden Verbindungen anschließend in Google Maps ausgeben zu können.

Die Nutzung gleicht der Routenplaner-Funktion, die Google-Maps bereits für Autofahrer anbietet:

So kann man mit Google Maps z. B. eine Reise vom Regensburger Hauptbahnhof mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu jeder beliebigen Adresse oder Ortsbezeichnung in München planen. Google Maps zeigt die kürzesten Verbindungen z. B. mit der Bahn zum Münchener Hauptbahnhof und von dort dann den weiteren Weg in München mit Bus, U-Bahn, S-Bahn und/oder zu Fuß bis zum Ziel mit Angabe der Linien, der Abfahrtzeiten und der jeweiligen Dauer.

Weltweit sind bereits die Daten von weit über 500 Städten verfügbar, seit 2012 u. a. auch Münster, München, Berlin, Hannover, Duisburg und Hamburg.

Derzeit ist es in Regensburg leider nicht möglich, über Google Maps Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln beispielsweise im Stadtgebiet zu planen. In Regensburg endet momentan die Berechnung jeder Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln leider am Hauptbahnhof.
Durch eine Integration der Fahrpläne der RVB in Google Maps soll die Möglichkeit genutzt werden, den öffentlichen Nahverkehr in Regensburg Stadt zu stärken, besser zu vermarkten und neue Kunden zu gewinnen.

Gerade Reisende und Pendler von außerhalb können so bequem am Computer, Tablet oder Handy eine Fahrt zu jeder beliebigen Adresse in Regensburg planen, ohne auf einen privaten PKW angewiesen zu sein.

Als Nebeneffekt könnte dadurch auch der Parkdruck gerade in der Regensburger Innenstadt verringert werden.

Natürlich besteht die Möglichkeit, die App des Regensburger Verkehrsverbunds zu benutzen. Aber gerade Auswärtige und Touristen werden nicht jede App eines lokalen Verkehrsanbieters installieren. Auch eine Planung einer Reise mit mehreren Verkehrsverbünden und- betrieben ist so nahezu unmöglich.

In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Regensburg könnte durch Integration der gesamten Fahrpläne des RVV eine Vernetzung des Bus- und Bahnnetzes erfolgen, von der alle beteiligten Städte und Gemeinden profitieren würden. Stadt und Landkreis Regensburg könnten so zu Vorreitern bei der Digitalisierung von Fahrplänen einer ganzen Region in Nordbayern werden.


Mit freundlichen Grüßen


Dr.-Ing. Josef Zimmermann
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat