Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

wir beziehen uns auf die Berichterstattung der Rundschau Regensburg vom 16.05.2018.
Im entsprechenden Artikel bestätigt die Stadt, dass Filterschläuche mit hochtoxischen Rückständen aus der Filteranlage des Krematoriums der Stadt Regensburg in einem Raum gelagert wurden, aus dem die Frischluftzufuhr für die Trauerhalle erfolgt.

Wir bitten um umgehende Beantwortung der nachstehenden Fragen:

• Im Rahmen vieler Anfragen und Anträge der CSU Fraktion wurde das Thema Krematorium sehr oft in den entsprechenden Gremien im Regensburger Stadtrat behandelt. Es fand sogar eine Begehung vor Ort statt. Warum wurde der Stadtrat über die Tatsache, dass Filterschläuche unsachgemäß in einem für die Zufuhr von Frischluft benötigten Raum gelagert wurden, nie unterrichtet?
• Wer wusste von diesem Vorfall?
• Wie kommen die Verantwortlichen zu der Aussage, diese Filterschläuche „maximal ein Monat“ dort gelagert hätten?
• Gibt es Messungen, die die Aussage der Stadt Regensburg belegen, „für die behaupteten Gefährdungen gibt es keinerlei Anhaltspunkte“?
• Auf wessen Anweisung hin wurde dieser Vorfall nicht dem Stadtrat offengelegt?
• Gibt es noch weitere Vorfälle, die der Stadtspitze bekannt sind, aber von dieser niemals den Stadträtinnen und Stadträten mitgeteilt wurden.

Ein Wille zur vollumfänglichen Aufklärung der Mängel am Krematorium ist nicht erkennbar. Es erhärtet sich mehr und mehr der Verdacht, dass hier nicht aufgeklärt, sondern bewusst ein Versagen der Verantwortlichen verschleiert werden soll. Dass so seit Jahren Mitarbeiter und Trauergäste in gesundheitliche Gefahr gebracht wurden eventuell aktuell noch werden, wird stillschweigend akzeptiert. Dieses Vorgehen der Stadtspitze im Fall „Krematorium“ ist indiskutabel. 

Mit freundlichen Grüßen


Dr.-Ing. Josef Zimmermann 
Fraktionsvorsitzender
Stadtrat
   

Initiative:
     
Markus Jobst    
Stadtrat